Vereinsförderung: Bilanz aus zwei Projektausschreibungen

Jeder Verein konnte über ein einfaches Verfahren einen Antrag auf Unterstützung einreichen. Gefördert wurden Projekte in folgenden Bereichen:
- Ein Verein – eine Schule
Klassen an den Fechtsport heranführen und eine tragfähige Zusammenarbeit mit Schulen aufbauen. - Ein Verein – eine Veranstaltung
Teilnahme an kommunalen oder regionalen Anlässen zur Sichtbarmachung der Vereinsarbeit und zur langfristigen Verankerung im lokalen Umfeld. - Ein Verein – Ferienkurse
Durchführung von Schnupper- und Einführungskursen während der Schulferien im Rahmen übergeordneter kommunaler oder kantonaler Sport- und Bildungsprogramme. - Ehemalige Fechter reaktivieren («Sleepers»)
Kommunikations- und Rückgewinnungsmassnahmen, kombiniert mit einer vereinsinternen Aktion (z. B. kostenloser erster Monat oder erste Trainings).
Erste Ausschreibung: Oktober 2024
Im Oktober 2024 gingen 12 Projekte ein. Sieben wurden umgesetzt, eines befindet sich in Abklärung, da eine nationale Umsetzung geprüft wird (Projekt «Blasons»). Zwei Projekte wurden aufgegeben, zwei nicht finanziert.
Mehrere Projekte richteten sich an Primar- und Sekundarschulen und führten Kinder und Jugendliche über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten an den Fechtsport heran. Sie stärkten die Zusammenarbeit mit Schulen sowie mit kommunalen oder kantonalen Stellen. Gleichzeitig machten sie die pädagogischen Werte des Fechtsports sichtbar. Die Rückmeldungen von Familien und Behörden fielen positiv aus. Die Wirkung wird unter anderem anhand der Entwicklung der Lizenzen sowie der mittelfristigen Integration in ausserschulische Programme beurteilt. Ein beteiligter Verein verzeichnete 30 Neueintritte, was einer Retentionsquote von 1,6 Prozent entspricht.
Weitere Projekte setzten auf Präsenz an lokalen Veranstaltungen, bei denen Interessierte den Fechtsport niederschwellig kennenlernen konnten. Diese Auftritte unterstrichen den Anspruch der Vereine, sich aktiv ins lokale Leben einzubringen. Auch hier fielen die Rückmeldungen der zuständigen Stellen positiv aus. Erste Kontakte lassen längerfristige Kooperationen erwarten, insbesondere mit Schulen und Sportorganisationen. Der erste Versuch, ehemalige Fechter gezielt zurückzugewinnen, führte hingegen noch zu keinen Wiedereintritten.
Zweite Ausschreibung: März 2025
Die zweite Ausschreibung im März 2025 umfasste 11 Projekte. Sieben wurden bereits umgesetzt, vier befinden sich noch in der Umsetzung. Die Schwerpunkte blieben gleich: Einführungskurse an Schulen, Auftritte an Veranstaltungen, Tage der offenen Tür sowie Aktionen rund um den Weltfechttag.
Swiss Fencing plant im ersten Quartal 2026 eine dritte Projektausschreibung mit einer klar definierten thematischen Ausrichtung.
Kennzahlen im Überblick
- 23 eingereichte Projekte
- Schulen: 30 Schulen, 140 Klassen oder Gruppen, rund 2400 eingeführte Schülerinnen und Schüler
- Veranstaltungen: 12 Teilnahmen, rund 1500 erreichte Personen
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