Tipps an Eltern

Tipps für Eltern

Die Informationen auf dieser Seite richten sich an die Eltern von Fechtern, an Trainer und Verantwortliche in den Vereinen. Es ist wichtig, die Eltern bereits bei den ersten Schritten ihrer Kinder in die Welt des Fechtsports und später, wenn sie sich als Junioren im Breiten- oder Leistungssport weiterentwickeln, in den Ausbildungsprozess einzubeziehen. Vereine und Trainer sollten regelmässig mit den Eltern sprechen und Elternabende oder Workshops für sie organisieren. Ausserdem sollten die Eltern systematisch im Coaching vor und nach Wettkämpfen und in der langfristigen Trainingsplanung geschult werden.

An einem Wettkampf teilzunehmen ist für einen Jugendlichen nicht einfach. Und es ist auch nicht einfach für Eltern – unabhängig von der Sportart, die sie betreiben. Daher erschien es uns wichtig :

  • Regeln zu klären und aufzuschreiben, die für die bei Wettkämpfen anwesenden Eltern unumgänglich sind. Es mag überraschend klingen, aber manchmal haben unsere Fechtlehrer (Maîtres d’armes) und Betreuer mehr Arbeit und Schwierigkeiten, die Eltern zu «managen», als die Jugendlichen, den Transport, die Gefechte, die Schiedsrichter (Arbitres, Président de Jury) und die Ausrüstung zusammen.
  • Und für diejenigen, die sich die Frage stellen, ob ich zu einem Wettkampf kommen kann? Natürlich können Sie kommen, Sie werden intensive Momente erleben und eine wertvolle Unterstützung für Ihr Kind sein: Hier sind einige Tipps, wie Sie und Ihr Kind diese sportlichen Momente am besten geniessen können!

Denn Sie sind zwar ihr Begleiter und Coach im Leben, aber Sie sind nicht ihr Coach im Fechten, auch wenn Sie selbst Spitzensportler waren (oder auch nicht). Nun ist das Rezept für sportlichen Erfolg eine heikle Mischung, bei der die Unterstützung der Eltern wesentlich ist, sofern sie richtig dosiert wird. Für das Wohlergehen Ihres Kindes und damit unsere Vereine Orte bleiben, an denen es sich (gemeinsam) gut leben lässt, hier also unsere freundschaftlichen Ratschläge!

Positive Verhaltensweisen:

  1. Geben Sie Anstrengung und Arbeit den Vorzug vor Ergebnissen.
  2. Entwickeln Sie schrittweise die Selbstständigkeit Ihres Kindes.
  3. Unterstützen Sie, ohne sich in die Gefechte einzumischen.
  4. Bleiben Sie nach einer Niederlage positiv, Ihre Aufgabe ist es, das Kind zu ermutigen.
  5. Hören Sie Ihrem Kind zu und lassen Sie es sich ausdrücken.
  6. Vertrauen Sie dem Fechtlehrer.
  7. Logistische Unterstützung, Ermutigung, Teilen von Emotionen

Zu vermeiden:

  1. Dramatisieren Sie eine Niederlage nicht (und glorifizieren Sie einen Sieg nicht übermässig).
  2. Während eines Gefechts einzugreifen ist strengstens VERBOTEN.
  3. Suchen Sie nicht nach Ausreden für Ihr Kind
  4. Verstärken Sie durch Ihr Verhalten nicht den Stress des Wettkampfs.
  5. Machen Sie Ihrem Kind keine Schuldgefühle wegen der Anstrengungen, die Sie für es unternehmen.
  6. Verwenden Sie weder Ironie noch Vergleiche mit den Leistungen von anderen Kindern.
  7. Stellen Sie Ihr Kind nicht auf ein «Podest»

Welcher Elterntyp sind Sie?

Fanatische Eltern

  • Ich mache mir grosse Sorgen um den Sieg oder die Niederlage meines Kindes.
  • Wenn mein Kind Sport treibt, dann deshalb, weil es gerne Medaillen und Trophäen gewinnt.
  • Mein Kind hat das Potenzial, an einer Weltmeisterschaft oder sogar an den Olympischen Spielen teilzunehmen.
  • Nach einem Jahr Training fechtet mein Kind bereits besser als andere Kinder, die mehr Erfahrung haben als es selbst.
  • Wenn mein Kind versagt, schäme ich mich für es, aber auch ein wenig für mich selbst.
  • Ich hoffe, dass mein Kind in seiner Sportkarriere weiter kommt als ich.

Aufgeregte Eltern

  • Ich gebe meinem Kind während des Trainings oder eines Wettkampfs Tipps.
  • Manchmal kommt es auch vor, dass ich den Fechtlehrern Ratschläge und Anweisungen gebe oder in die Arbitrage eingreife.
  • Wenn sich mein Kind verletzt, betrete ich sofort die Wettkampfbahn.
  • Ich habe selbst gefochten, also gebe ich meinem Kind auch ausserhalb des Fechtsaals ein paar Lektionen.
  • Mein Kind hat mir bereits gesagt, dass es sich durch meine Ratschläge gestört fühlt.

Abwesende Eltern

  • Ich nehme nie an Wettkämpfen meines Kindes teil.
  • Ich kenne die Regeln des Fechtens nicht.
  • Es fällt mir sehr schwer, mich für das Fechten zu interessieren.
  • Ich kenne weder die Vereinskameraden noch den Fechtlehrer meines Kindes.
  • Während eines Wettkampfs bin ich abgelenkt, ich lese oder arbeite am Computer und feuere mein Kind nicht an.
  • Ich nehme nie an gemeinsamen Ausflügen oder geselligen Momenten des Vereinslebens teil.

Unterstützende Eltern

  • Ich kenne die Fechtregeln ein wenig.
  • Ich ermutige mein Kind in den richtigen Momenten (während der Auszeiten, vor und nach dem Wettkampf).
  • Ich respektiere die von den Schiedsrichtern getroffenen Entscheidungen.
  • Ich akzeptiere, dass mein Kind auch als Ersatzfechter fungiert.
  • Ich lasse mein Kind entscheiden, ob es seine Sportart im Wettkampf ausüben möchte.
  • Ich vermittle meinem Kind die Werte des Sports: Respekt und Fairplay.

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